Europäische Innovationspartnerschaften



Zur Förderung der Innovation in den Bereichen Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft wurde für die neue EU-Förderperiode 2014 - 2020 das Instrument der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) entwickelt. Die EIP versteht sich als dynamische Schnittstelle zwischen der Wissenschaft und der praktischen Umsetzung von innovativen Ansätzen und soll neue Strukturen für einen effizienten Wissenstransfer schaffen. Forscher und Landwirte sollen enger zusammengebracht werden, um den Wissenstransfer von der Forschung in die Praxis zu beschleunigen. Gleichzeitig können Rückmeldungen zu den Anforderungen und Bedürfnissen aus der landwirtschaftlichen Praxis an die Wissenschaft schneller und konsequenter erfolgen.

Informationen zu den Förderaufrufen „Europäische Innovationspartnerschaft Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit (EIP Agri)“ finden Sie unter der Rubrik "Für Antragsteller / Förderaufrufe"


Allgemeine Informationen zu EIP-Agri können über nachstehende Links abgerufen werden:




Übersicht zur Umsetzung im Bundesland Rheinland-Pfalz

Zusammensetzung einer Operationellen Gruppe:

  • Zusammenarbeit von mindestens drei Akteuren (mindestens ein Akteur aus der Land- und Forstwirtschaft) aus verschiedenen Ebenen der Wertschöpfungskette
  • Sitz der Geschäftsstelle der Operationellen Gruppe (OG) in Rheinland-Pfalz („Anwendung des Regionalprinzips“).
  • Mit Zustimmung der Verwaltungsbehörde des EPLR (Antrag der OG), in dem kooperierende Partner der OG ihren Sitz haben, können einzelne Vorhaben/Projekte der Partner einer programmübergreifenden OG nach den Vorgaben des jeweiligen EPLR, in dem Projektpartner seinen Sitz hat, als EIP-Projekt gefördert werden.

Verfahren zur Auswahl:

Die Auswahl Operationeller Gruppen erfolgt gemeinsam mit einem von den OG vorzulegenden Aktionsplan zur Beschreibung des geplanten Innovationsprojektes im Rahmen von Aufrufen („Calls“) durch die ELER-Verwaltungsbehörde unter Vorgabe landesspezifischer Leitthemen.
Ein erster Förderaufruf wurde im Sommer 2015 gestartet. Im Januar 2016 wurden 10 Operationelle Gruppen ausgewählt, die nun zu einer Förderung berechtigt sind. Siehe hierzu auch die obenstehende Pressemeldung vom 5. Februar 2016.

Vorgabe von Leitthemen:

  • Lösungsansätze für eine nachhaltige, ressourcen-, klima- und umweltschonende sowie tiergerechte Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft,
  • Entwicklung effektiver und umweltgerechter Anbau- und Nutzungsverfahren (Pflanzenproduktion, Sorten, Düngung, Bodenbearbeitung, Weinbau, Beregnung, etc.),
  • Verbesserung der wirtschaftlichen Rentabilität für die Primärerzeuger und Stärkung der Akteure entlang regionaler Wertschöpfungsketten in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft (einschließl. vor- und nachgelagerter Bereiche).

Geforderte Darlegung im Aktionsplan:
  • Angabe der Mitglieder und des Sitzes der OG,
  • Darlegung des Handlungsbedarfs,
  • Beschreibung der Zielsetzung und der zu erwartenden Ergebnisse des innovativen Projektes im Rahmen,
  • Darlegung eines nachvollziehbaren Zeit- und Kostenplans (Nachweis der Eigenmittel),
  • Verpflichtung zur nachträglichen Veröffentlichung der Ergebnisse des Pilotprojekts durch die OG, insbesondere durch das EIP-Netzwerk.

Voraussetzungen für die Benennung einer OG:

Zur Bewertung der Konzepte Operationeller Gruppen (Aktionsplan) wird die Verwaltungsbehörde einen Ausschuss einrichten. Die Auswahl-/Bewertungskriterien werden spezifisch zu den Calls festgelegt.

Mögliche Kriterien:

  • Innovationsansatz deckt Lücke in Rheinland-Pfalz,
  • Projekt beinhaltet einen neuartigen ökonomischen und/ oder technischen bzw. verfahrensmäßigen Ansatz und leistet einen Beitrag zur Wertschöpfungskette,
  • nachvollziehbarer Zeit- und Kostenplan (gesicherte Kofinanzierung, Laufzeit von maximal vier Jahren),
  • nachvollziehbare Ableitung der zur Problemlösung erwarteten Ergebnisse.




Quelle: Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS)

EIP-Agri Netzwerk


Broschüre EIP-Agri Netzwerk



Thematische Netzwerke - Praxisreifes Wissen bündeln


Broschüre Thematische Netzwerke


Wie gestaltet man ein erfolgreiches Multi-Akteur-Projekt im Rahmen von Horizon 2020?


Broschüre Multi-Akteur-Projekte




     drucken nach oben  zurück