Kalkdüngung mehr beachten!

Stand: 11/10/2009
Autor: Stefan Ernert, DLR Westerwald-Osteifel


Ein geregelter Kalkhaushalt ist die Voraussetzung zur Aufrechterhaltung der Bodenfruchtbarkeit. Im Rahmen der alle sechs Jahre durchzuführenden Bodenuntersuchung wird auch der pH-Wert ermittelt.
Wie bei den Grundnährstoffen wird auch die Kalkversorgung bzw. der pH-Wert des Bodens in Klassen von A bis E eingeteilt. So kann jeder Landwirt sehen, wie es um seinen Boden steht und er seine Kalkung vornehmen muss.
Anzustreben ist die Klasse C. Bei der Klasse A (sehr niedrig) wird eine Gesundungskalkung und bei B eine Aufkalkung empfohlen. In den Klassen D (hoch) und E (sehr hoch) sollten keine Kalkdünger mehr ausgebracht werden.
Geringe und mittlere Kalkgaben werden innerhalb der Fruchtfolge zu kalkanspruchsvollen Kulturen gegeben. Höhere Kalkgaben sind in Teilmengen auszubringen bzw. gleichmäßig mit der Krume zu vermischen, um starke, plötzliche Verschiebungen des pH-Wertes mit negativen Auswirkungen auf das Bodenleben zu vermeiden.
Bei der Gabe von Kalk zehrenden Düngemitteln (z.B. DAP) ist eine höhere Ausgleichskalkung zu berücksichtigen.





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