Wissenstransfer und Informationsmaßnahmen, Beratung und Betriebsführung

Mit den EULLE-Maßnahmen M 1 und M 2 werden Maßnahmen der Berufsbildung und des Erwerbs von Qualifikationen, Demonstrationstätigkeiten und Informationsmaßnahmen sowie die Inanspruchnahme von Beratungsdiensten gefördert.

    Maßnahmen

Details verbergen für M 01 a) – Maßnahmen der Berufsbildung und des Erwerbs von QualifikationenM 01 a) – Maßnahmen der Berufsbildung und des Erwerbs von Qualifikationen

Was soll erreicht werden?
  • Verbesserung der Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Ressourceneffizienz und der ökologischen Leistung land- und forstwirtschaftlicher Betriebe
  • Verbesserung der Potenziale von Personen, die in der Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft oder in KMU in ländlichen Gebieten tätig sind.
  • Die Veranstaltungen sollen insbesondere auch die Bereiche Landwirtschaft (Wettbewerbsfähigkeit, Diversifizierung), Natur, Umwelt, Gewässerschutz, Klima, Energie, Tierschutz etc. umfassen.
  • Berücksichtigung – soweit möglich - der Themenbereiche „Innovationsfähigkeit“ “ sowie „Umweltschutz und Eindämmung des Klimawandels und Anpassung an seine Auswirkungen“

Was wird gefördert?
  • Organisations- und Teilnehmerkosten für:
    • halb-, ein- oder mehrtägige Seminare,
    • Fachtagungen, Arbeitskreise, Workshops, Coachings, etc.
  • Kosten im Zusammenhang mit der Organisation und Bereitstellung des Wissenstransfers oder der Informationsmaßnahme nachgewiesenen förderfähigen Kosten, insbesondere Personal-/Referentenkosten, Kosten für Schulungsmaterial, Druckkosten, Kosten für die Einrichtung einer Internetpräsentation, Kosten im Zusammenhang mit dem Veranstaltungsort, Kosten für die Unterkunft und Versorgung,
  • Rechnungen, die durch die ausgewählten Einrichtungen oder Institutionen an die Bewilligungsbehörde für die erbrachten Dienstleistungen gestellt werden,
  • Indirekte Kosten werden bei einer Inhouse-Beauftragung mit einem Pauschalsatz von 15 % der förderfähigen direkten Personalkosten gefördert.

Wer wird gefördert?

Einrichtungen, Institutionen oder Operationelle Gruppen, die Fort-, Weiterbildungs- und Qualifizierungsveranstaltungen für die in der Land-, Ernährungs- oder Forstwirtschaft Tätigen, Bodenbewirtschafter und andere Wirtschaftsakteure, bei denen es sich um in ländlichen Gebieten tätigen KMU handelt, durchführen.

Wie wird gefördert?
  • Die Auswahl der Einrichtungen / Institutionen erfolgt – soweit keine Inhouse-Beauftragung erfolgt - in einem objektiven, offenen, transparenten und fairen Ausschreibungsverfahren. Hierzu führt die Verwaltungsbehörde einen Förderaufruf durch.
  • Die Förderung wird als Zuschuss zur Erstattung nachgewiesener förderfähiger Kosten gewährt.
  • 100 % der nach Abzug von Teilnehmerbeiträgen in Höhe von mindestens 30 % der Gesamtkosten verbleibenden Kosten
  • 100 % bei Themen im öffentlichen Interesse (Festlegung nach Anhörung des Begleitausschusses durch die Verwaltungsbehörde im Rahmen des Aufrufs)

Wer ist Ansprechpartner?

ELER-Verwaltungsbehörde im MWVLW (siehe Rubrik "Ansprechpartner")


Details verbergen für M 01 b) – Demonstrationstätigkeiten und Informationsmaßnahmen.M 01 b) – Demonstrationstätigkeiten und Informationsmaßnahmen.

Was soll erreicht werden?

Die Veranstaltungen sollen insbesondere die Bereiche Landwirtschaft (Wettbewerbsfähigkeit, Diversifizierung), Natur, Umwelt, Gewässerschutz, Klima, Energie, Tierschutz, etc. umfassen.

  • Zu den förderfähigen Veranstaltungen zählen
    • praktische Lehrgänge um eine Technologie,
    • den Nutzen einer neuen oder maßgeblich verbesserten Maschine,
    • eine neue Methode des Pflanzenschutzes oder
    • eine bestimmte Produktionstechnik vorzustellen.
  • Diese Aktivitäten können auf einem Betrieb oder an anderen Orten stattfinden wie z.B. Forschungszentren, Ausstellungsgebäuden, usw. Im Fall von Demonstrationsprojekten kann sich die Unterstützung auch auf die dazugehörigen Investitionskosten erstrecken.

Was wird gefördert?
  • Kosten im Zusammenhang mit der durchgeführten Veranstaltung nachgewiesenen förderfähigen Kosten. Im Fall von Demonstrationsprojekten kann sich die Unterstützung auch auf die dazugehörigen Investitionskosten erstrecken,
  • Personalkosten, soweit sie für die Umsetzung des Vorhabens benötigt werden,
  • Sachkosten, soweit sie für die Umsetzung des Vorhabens benötigt werden,
  • Investitionskosten, die unmittelbar für Demonstrationsprojekte erfolgen,
  • Indirekte Kosten werden bei einer Inhouse-Beauftragung mit einem Pauschalsatz von 15 % der förderfähigen direkten Personalkosten gefördert.

Wer wird gefördert?

Einrichtungen oder Institutionen, die Informationsveranstaltungen und Demonstrationstätigkeiten für die in der Land-, Ernährungs- oder Forstwirtschaft Tätigen, Bodenbewirtschafter und andere Wirtschaftsakteure, bei denen es sich um in ländlichen Gebieten tätige KMU handelt, anbieten.


Wie wird gefördert?
  • Die Auswahl der Einrichtungen / Institutionen erfolgt – soweit keine Inhouse-Beauftragung erfolgt - in einem objektiven, offenen, transparenten und fairen Ausschreibungsverfahren. Hierzu führt die Verwaltungsbehörde einen Förderaufruf durch.
  • Die Förderung wird als Zuschuss zur Erstattung nachgewiesener förderfähiger Kosten
  • 100 % nach Abzug von Teilnehmerbeiträgen in Höhe von mindestens 30 % der Gesamtkosten
  • 100 % bei Themen im öffentlichen Interesses (Festlegung nach Anhörung des Begleitausschusses durch die Verwaltungsbehörde im Rahmen des Aufrufs)
  • 60 % der Investitionskosten im Rahmen von Demonstrationsvorhaben
  • 10 % -Zuschlag für Projekte im Rahmen von EIP (jedoch maximal 100 %)

Wer ist Ansprechpartner?

ELER-Verwaltungsbehörde im MWVLW (siehe Rubrik "Ansprechpartner")


Details verbergen für M 02 – Beratungs-, Betriebsführungs- und VertretungsdiensteM 02 – Beratungs-, Betriebsführungs- und Vertretungsdienste

Was soll erreicht werden?
  • LandwirtenInnen, JunglandwirtenInnen, WaldbesitzernInnen, anderen LandbewirtschafternInnen und KMU in ländlichen Gebieten bei der Inanspruchnahme von Beratungsdiensten zur Verbesserung der wirtschaftlichen und ökologischen Leistung sowie der Klimafreundlichkeit und -resistenz ihres Betriebs oder Unternehmens und/oder ihrer Investition zu helfen,
  • Sicherung einer angepassten und anpassungsfähigen, tiergerechten und multifunktionalen Landwirtschaft und der KMU in ländlichen Räumen

Was wird gefördert?
  • Gefördert werden die im Zusammenhang mit der Organisation und Bereitstellung der Beratung nachgewiesenen förderfähigen Kosten, insbesondere Reisekosten, Materialkosten, Raum-und Mietkosten oder indirekte Kosten.
  • Förderfähig sind die Rechnungen, die durch die ausgewählten Einrichtungen oder Institutionen an die Bewilligungsbehörde für die erbrachten Dienstleistungen gestellt werden.
  • Der Nachweis der erbrachten Dienstleistung ist durch Bestätigungen der beratenen Unternehmen zu führen.
  • Indirekte Kosten werden bei einer Inhouse-Beauftragung mit einem Pauschalsatz von 15 % der förderfähigen direkten Personalkosten gefördert.

Wer wird gefördert?

Einrichtungen/Institutionen - unabhängig von der Rechtsform - die Beratung anbieten.


Wie wird gefördert?
  • Die Auswahl der Einrichtungen / Institutionen erfolgt – soweit keine Inhouse-Beauftragung erfolgt - in einem objektiven, offenen, transparenten und fairen Ausschreibungsverfahren. Hierzu führt die Verwaltungsbehörde einen Förderaufruf durch.
  • Die Förderung wird als Zuschuss zur Erstattung nachgewiesener förderfähiger Kosten sowie für indirekte Kosten als Pauschalsatz von bis zu 15 % der förderfähigen direkten Personalkosten gewährt.
  • 80 %, jedoch nicht mehr als 1.500 Euro je Beratungsleistung
  • 100 % bei Themen im öffentlichen Interesse (Festlegung durch die Verwaltungsbehörde im Rahmen des Aufrufs)
  • 10 % -Zuschlag für Projekte im Rahmen von EIP (jedoch maximal 100 %)

Wer ist Ansprechpartner?

ELER-Verwaltungsbehörde im MWVLW (siehe Rubrik "Ansprechpartner")




Jetzt neu: Förderung der Beratung landwirtschaftlicher Betriebe und sonstiger Betriebe entlang der Wertschöpfungskette mit betriebswirtschaftlichen Schwerpunkt in Rheinland-Pfalz

Teilmaßnahme M 2.1 „Förderung der Inanspruchnahme von Beratungsdiensten



Ende Oktober 2018 wurden an fünf ausgewählte Beratungsanbieter Dienstleistungskonzessionen in Höhe von rund 4 Mio. Euro an ELER- und Landesmitteln vergeben. In den nächsten 3 Jahren werden Beratungen mit betriebswirtschaftlichem Schwerpunk gefördert. Die Förderung beträgt 100% der Nettokosten, maximal aber 1.500 Euro pro Beratungsleistung. Die Landwirte können sich die Beratungsleistung und den Anbieter frei wählen.


Mit dem Angebot eines betriebswirtschaftlichen Beratungssystems im Rahmen des Entwicklungsprogramms EULLE unterstützt das MWVLW gezielt Betriebe in den Produktionsrichtungen Pflanzenbau / Grünland, Gartenbau, Weinbau, Ökologischer Land-, Wein- und Gartenbau sowie Tierhaltung.


Zur Stärkung der Vermarktung regionaler landwirtschaftlicher Erzeugnisse richtet sich das Beratungsangebot in ländlich geprägten Regionen auch an sonstige Betriebe entlang der Wertschöpfungskette. Weitere Details können den jeweiligen Angeboten der Beratungsanbieter entnommen werden. Sie erledigen für die Betriebe auch das Antragsverfahren, eigene Anträge sind daher nicht erforderlich


Folgende Beratungsdienstleister wurden ausgewählt

ProduktionsrichtungBeratungsdienstleister
TierhaltungBietergemeinschaft der Beratungsringe Rheinland-Pfalz (www.mr-montabaur.de)
BWV Agrarservice Management GmbH / AMG Landberatung (www.amg-landberatung.de)
Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (www.lwk-rlp.de)
Pflanzenbau / GrünlandBWV Agrarservice Management GmbH / AMG Landberatung (www.amg-landberatung.de)
Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (www.lwk-rlp.de)
Ring landwirtschaftlicher Betriebsleiter (www.br-ackerbau.de)
GartenbauLandwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (www.lwk-rlp.de)
WeinbauBWV Agrarservice Management GmbH / AMG Landberatung (www.amg-landberatung.de)
Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (www.lwk-rlp.de)
Ökologischer Land-, Wein- und Gartenbau sowie TierhaltungBioland e.V. Landesverband Rheinland-Pfalz / Saarland (www.bioland.de)
Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (www.lwk-rlp.de)
Diversifizierung und Aufbau von regionalen WertschöpfungskettenBioland e.V. Landesverband Rheinland-Pfalz / Saarland (www.bioland.de)
Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (www.lwk-rlp.de)


Antragsunterlagen:

















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